Annette Kögel ist Redakteurin des Tagesspiegels und Mitbegründerin des Medienprojektes "Paralympics Zeitung" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und des Tagesspiegels. Sie schreibt hier monatlich einen Blog-Beitrag, der ihre eigene Meinung wiedergibt.

Meine Paralympics - Der Blog mit Annette Kögel

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Annette Kögel winkt wehmütig vorm heimischen Bildschirm Richtung Rio.
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Der Einlauf der Paralympischen Mannschaft bei der Eröffnungsfeier in Rio 2016 Foto: Picture Alliance
10. Oktober 2016

Es sind jetzt wieder diese Tage, an denen ich einen Rollstuhlfahrer im Nationendress am Flughafen sehe - und das Herz höher hüpft in Vorfreude auf die Spiele. Leider sehe ich die Athleten aber diesmal nicht selbst live am Flughafen in Rio, sondern nur auf Whatsapp als Foto. Dank des tollen Teams der "Paralympics Zeitung", das seit seiner Ankunft in Brasilien reichlich sendet, schickt und postet. Es sind die ersten Spiele seit Athen 2004, die ich als Begründerin unseres Nachwuchsjournalistenprojektes PZ nicht selbst vor Ort miterleben kann. Das hat in diesem Jahr alles seinen guten Grund, es gibt eben auch im Leben neben dem Beruf soziale Nachwuchsprojekte, die einem ans Herz gehen. Aber ganz ehrlich, gerade würde ich am liebsten 24-Stunden-Caipi-Dauertrinken zum paralympischen Trost.

Aber hey, zum Glück gibt es heutzutage und ganz anders als beim Start des Projektes vom Team Tagesspiegel und Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) vor zwölf Jahren nun eine weltweit umfassende Berichterstattung über die Paralympischen Spiele, nicht nur in dieser Zeitung, Print wie Online, sondern auch in den sozialen Medien. Die PZ mit ihren fünf Ausgaben - die erste deutsche liegt Donnerstag bei - hat wieder eine Millionenauflage.

Bestens einstimmen und warmmachen kann man sich auch erstmal auf Youtube mit dem Spot des britischen Fernsehkanals Channel 4: "We’re the Superhumans Rio Paralympics 2016 Trailer". Der zeigt Sportler samt schmissigem Bigbandsound mit dem Refrain "Yes we can". Cool! Wer ein bisschen ernsthafter und fundierter, aber nicht weniger leidenschaftlich an die Sache herangehen will, dem sei die Onlineseite www.tagesspiegel.de/paralympics empfohlen. Da finden sich Berichte, Bilder und Filme des 22-köpfigen Nachwuchsreporterteams aus Deutschland, Brasilien und Großbritannien sowie der Tagesspiegel-Kollegen. Ehemalige PZ-Reporter nehmen uns Daheimgebliebene im Social-Media-Team der DGUV über Instagram, Snapchat, Twitter und Facebook in die Arenen an der Copacabana mit, alles mitzuerleben unter www.dguv.de/pz. Und dann gibt es noch den Youtube-Kanal, auf dem das Internationale Paralympische Komitee IPC vielfach live streamt unter: "Paralympic SportTV". Eigentlich braucht man aber für diese Übertragungen Dolby-Surround-Systeme am heimischen Laptop, denn dieses Glücksgefühl, dass einen auch als Journalist durchströmt, wenn wie einst im ausverkauften Londoner Olympiastadion plötzlich mehr als 80 000 Zuschauer im Jubelrausch lauter sind als ein Flugzeug, das kann kein noch so guter digitaler Kanal rüberbringen.