DOSB - Olympiamannschaft


 

Annette Kögel ist Redakteurin des Tagesspiegels und Mitbegründerin des Medienprojektes "Paralympics Zeitung" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und des Tagesspiegels. Sie schreibt hier monatlich einen Blog-Beitrag, der ihre eigene Meinung wiedergibt. Foto: Rückeis


Zanardi auf der Überholspur // Annette Kögel guckt dem Handbiker schnell im Rennwagen hinterher

Heute mache ich es mal mit nur ein paar Zeilen ganz schnell, aber es geht ja auch um Rennsport.
Alessandro Zanardi ist ein Begriff? Seit seinem schweren Unfall im Jahr 2001 auf dem heutigen Lausitzring, als sich sein Auto in zwei Teile zerlegte, ist er beinamputiert. Dann Schock, Klinik, Überlebensglück, neue Lebensziele, weiter geht's. 2012 und 2016 errang er Medaillen als Handbikefahrer bei Paralympics. Und jetzt?
„Das Wort wunderbar wird wahrscheinlich zu häufig benutzt“, sagte Zanardi einer Nachrichtenagentur, „aber in diesem Fall ist es wirklich angebracht.“ Der italienische Rollstuhlfahrer steigt beim Dream Race mit der japanischen Rennserie Super GT wieder in ein Cockpit bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM).
Neun Monate später möchte der Italiener erneut auf dem Fuji International Speedway starten, dann bei den Paralympics.
Alessandro Zanardi wurde von BMW für das Dream Race zwischen dem Deutschen Tourenwagen-Masters und der japanischen Super GT-Serie als Gastfahrer nominiert. „Für mich ist es ohnehin wie ein Geschenk, dass ich immer wieder Renneinsätze bestreiten kann. Aber das Modell ist definitiv einer der besten Rennwagen, die ich in meiner Karriere gefahren bin“, sagte der frühere Formel-1-Pilot zu den beiden Rennen auf dem Fuji International Speedway am 23. und 24. November. Beim Dream Race tragen die DTM-Teams von BMW und Audi laut Agentur zwei Rennen gegen die Fahrzeuge von Honda, Lexus und Nissan der japanischen Super-GT-Serie aus. Zuvor seien die japanischen Teams beim DTM-Finale in Hockenheim am 5. und 6. Oktober zu Gast. Das nenne ich mal ganz fix: Inklusion auf der Überholspur.


Annette Kögel ist Mitbegründerin der Paralympics Zeitung von Tagesspiegel und DGUV und schreibt hier immer jeden ersten Mittwoch im Monat
Kögel Annette

Auf die Plätze, fertig, bewerben! // Annette Kögel ruft Jugendliche auf, bei der „Paralympics Zeitung“ mitzumachen

Das Schönste am Sport ist, wenn Menschen gewinnen, von denen man es nicht erwartet, die es aber verdienen. Auch bei den Paralympischen Spielen gibt es sie, diese Emotionen pur. Egal, ob Stars gewinnen oder Nachwuchsathleten. Sehr viele Menschen befinden sich da im Ausnahmezustand. Die Athleten mit Behinderung treten vor 80 000 Menschen im ausverkauften Stadion auf, wo sie sonst oft nur eine Handvoll Zuschauer gewohnt sind.

Auch für Journalisten ist es teils schwer, angesichts der Nähe zu den Sportlern, den Funktionären, den Politikern und den Prominenten vor Begeisterung für das Thema nicht die professionelle Distanz zu verlieren. Dieser Herausforderung werden sich auch im kommenden Jahr bei den Spielen in Tokio wieder die sogenannten Nachwuchsjournalisten des Tagesspiegels stellen.

Für die jungen Menschen, die für unser Projekt „Paralympics Zeitung“ zum ersten Mal so weit reisen, zum ersten Mal so etwas erleben und dann für eine große Leserschaft schreiben, filmen, posten, verändert all das für immer ihr Leben. Viele dieser jungen Schreibtalente, die unser gemeinsames Projekt mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung absolviert haben, sind danach auch beruflich in diesen Bereich gegangen.

Ab jetzt läuft die Bewerbungszeit für die „Paralympics Zeitung“ während der Sommerspiele 2020 in Tokio noch bis zum 13. Oktober 2019. Mitmachen können alle, die zwischen 18 und 21 Jahre alt sind und sich für die paralympische Bewegung begeistern. Spaß am Schreiben und Interesse an neuen Erfahrungen sind selbstverständlich. Sehr gutes Englisch ist Voraussetzung, weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil. Im Umgang mit Social Media sollten die Bewerber erfahren sein. Teamplayer? Stressresistent? Kommunikativ? Sehr gern.

Wir freuen uns auch ausdrücklich über Bewerbungen von Menschen mit Behinderung. Das internationale, inklusive Redaktionsteam wird zunächst in Berlin geschult und dann geht es vom 25. August bis 6. September 2020 zu den Paralympics nach Japan. Für die Ausgaben der „Paralympics Zeitung“ in Print und Online verfolgen die Nachwuchsreporter die Wettkämpfe, führen Interviews und schreiben Berichte. Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung werden übernommen. Alle Infos stehen in der Anzeigenkampagne auch in „Die Zeit“, „Handelsblatt“, der „taz“ und unter paralympics-zeitung.de. Fragen beantwortet Tanja Peuker unter paralympics@tagesspiegel.de. Los geht's!

Es heißt nicht Paraolympiade // Annette Kögel nimmt die Paralympischen Spiele beim Wort

Ohne Arme und Beine Bahnen im Schwimmbad schwimmen, mit der Kelle im Mund Tischtennis spielen oder auf einem Monoski sitzend mit 130 Kilometer die Stunde die Pisten herunterrasen, das muss man erst einmal bringen.

Sportlerinnen und Sportler mit Behinderungen können so etwas. „Beim Para-Sport sind Höchstleistungen und menschliche Botschaften vereint. Die Athletinnen und Athleten zeigen nicht nur Spitzensport, sondern sie sind auch Mutmacher für die Gesellschaft. Und sie sind Vorbilder für andere Menschen mit und ohne Behinderung“, sagt nicht nur Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).

Es ärgert viele Menschen, dass zuletzt etwa bei der Vergabe der Spiele 2026 nach Italien zumeist nur von den Olympischen, aber nicht auch von den Paralympischen Spielen die Rede war. Dabei finden die doch bereits seit 1988, und vom Internationalen Olympischen Komitee bis 2032 vertraglich beschlossen, stets am gleichen Ort und nacheinander statt. Da Paralympioniken oft den Schalk im Nacken haben, reden sie bei Olympia gern von der Generalprobe für Paralympia.

Manch einem kommt die Bezeichnung für das drittgrößte Sportevent der Welt, also Paralympische Spiele, aber einfach noch nicht so leicht über die Lippen. Aus Unkenntnis meist, nicht aus bösem Willen. Da freuen sich manche auf die „Paraolympics“, oder gar auf die „Paraolympiade“. Dabei steht der Begriff Olympiade doch für den Zeitraum zwischen zwei Spielen.

„Call it Paralympics“, heißt daher eine aktuelle Kampagne, etwa in den sozialen Medien, die auch DBS-Kommunikationschef Kevin Müller sehr wichtig ist. Der Eigenname möge sich als Marke bitte weiter verfestigen, sagt er. „Para“ ergab sich einst von Paralyse, wurde dann wegen des griechischen „parallel nebenher“ verwendet, mit „Para-Sport“ hat sich ein Fachbegriff für Leistungssport von Menschen mit Behinderung etabliert. Und dann sind da die Paralympischen Spiele, die internationalen Paralympics.

Und nun fasse ich mir auch an die eigene Nase. Denn, okay, auch die Begrifflichkeit „Olympische Spiele der Menschen mit Behinderung“, die mir zur Darstellung der absoluten Gleichberechtigung auf parallelem Level gern aus der Feder fließt, ist nicht mehr ganz politisch korrekt. Jedes Event hat eben seine ganz eigene Berechtigung und Profilschärfe. Ich sage es mal so: Mögen meine Paralympics bald beginnen!


Turins Erbe ist quicklebendig // Annette Kögel freut sich auf die nächsten Winterspiele in Italien

Same procedure as every year, James! Nein, weder steht Silvester vor der Tür, noch finden Paralympics immer in denselben Ländern statt. Doch es häuft sich. Zweimal China, also Peking, 2022 im Winter (!), und nun Italien: Mailand und Cortina d'Ampezzo, 2026.
Bella Italia: Turin 2006 waren meine ersten Winterspiele in der Geschichte der Paralympics Zeitung, damals noch mit dem für das Inklusionsthema engagierten Mitstreiter Thomas Rugo und seiner Agentur in Bonn, und wie heute noch mit dem Co-Herausgeber der Paralympics Zeitung, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Das erste Mal suchten wir über den Tagesspiegel für dieses Projekt drei Nachwuchsjournalisten ab 18 Jahren, mit Unterkunft bei Gastfamilien. Im März 2006 entstand dann das Din-A-4-Heft in der Europaschule Altiero Spinelli Turin - und erhielt den Europäischen Sprachenpreis.
Ich wollte über einen Reisewettbewerb unbedingt auch Lesern das Live-Erlebnis ermöglichen, dank gewonnener Förderer war das möglich. Blindenlanglauf! Ski einbeinig! Auch Mutter und Tochter mit Behinderung hatten beim Sledgehockey Gänsehaut. Italien kann Paralympics! Und nun zu 93 Prozent auf bestehenden Anlagen. Das Erbe der Spiele, es ist quicklebendig!

Wasserball mit Hertha // Annette Kögel über Licht und Schatten im Alltagsleben von Athleten

Der 2. April wird in die Stadtgeschichte eingehen als ein besonderer. Denn zum ersten Mal wagten sich Herthinho und ein Eisbärmaskottchen in ein echtes Tierparkgehege. Nicht zu lange, und das war auch besser so, denn schließlich kam das gerade auf den Namen Hertha getaufte Jungtier mit Mutter Tonja fröhlich an die frische Luft unter herrlicher Sonne gestapft. Die kleine Berliner Eisbärin ging gleich mal zum Dribbeln an ihre drei grünen Spielringe im Wasser, und dann tollte sie kameragerecht mit dem blauen Hertha-Eisbärenball in Richtung Wassergraben, bis das Rund, plautz, auf dem Nass landete. Mit Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller vom neuen Eisbärenpatenverein wurde dann noch kurz über Fußball geplaudert, über Liverpool und Mohamed Salah, den, na klar, nicht nur viele Neuberliner Jungens aus der arabischen Welt total cool finden, sondern den auch Hertha vom Prinzip her gern hätte - aber er kostet eben so viel wie große Teile der Berliner Mannschaft zusammen.

So viel Nichtbehinderten-Sport muss an Tagen wie diesen auch in einer Kolumne wie dieser mal sein. Um sich dann frisch motiviert Ernsterem zuzuwenden. Denn manche stehen in der Sonne, und andere im Schatten. Erst am Dienstag ist wieder klar geworden, dass Menschen mit Behinderungen in Sachen Sport, Inklusion und Teilhabe immer noch unfreiwillig eingeengt sind. Denn in Deutschland besteht nach Ansicht der Juristin Theresia Degener großer Nachholbedarf bei der Umsetzung der UN-Behindertenkonvention, meldetet die Nachrichtenagentur epd. Die Wissenschaftlerin berief sich auf Untersuchungen des UN-Ausschusses für Menschen mit Behinderungen, der sich mit der Situation in 70 der 177 Staaten befasst hat, die die Konvention ratifizierten.

Auch zehn Jahre nach Verabschiedung der Konvention gebe es vor allem in den Bereichen Bildung, Mobilität und Wohnen erhebliche Mängel, sagte die Professorin für Recht und Disability Studies der Evangelischen Hochschule Rheinland- Westfalen-Lippe in Bochum. Degener ist auch Vorsitzende des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung, die keine reguläre Schule besuchen, sondern auf Förderschulen unterrichtet werden, habe sich bundesweit nur um 0,6 Prozent verringert. Die Bundesrepublik sei auch weit davon entfernt, wie eigentlich beabsichtigt, bis 2022 einen barrierefreien öffentlichen Nahverkehr anbieten zu können, kritisierte die Juristin. Die Nutzung von Bus und Bahn sei aber zur gesellschaftliche Teilhabe erforderlich.

Das wissen viele Paralympioniken nur zu genüge. Bahn geht ja, aber Bus? Wie viele Rollstuhlfahrer passen in einen Reisebus? Sie können die Frage nicht beantworten? Genau. In der Regel keiner. Behindertensportler hoffen jetzt aufs autonome Fahren, was auch Menschen mit Amputationen eine neue Freiheit gewähren würde. Im Schatten stehen da wieder andere, die Zunft der Busfahrer, der Trucker, der Taxifahrer, ein enormer Verlust. Ganz abgesehen davon, dass diese computergesteuerten Mobile nicht alle Eventualitäten mit einrechnen können, zum Beispiel, wenn im hohen Kanada mal ein Bär vor die Haube läuft.

Viele behinderte Athleten sind auch in Nordeuropa durch Verkehrsunfälle in eine völlig andere Lebensrealität katapultiert worden. Danach folgt oft eine harte Zeit, auch mit Gedanken an Suizid. Erst recht, wenn man isoliert lebt. In den Kommunen hat sich laut des neuen Überblicks aber die Zahl der behinderten Menschen, die ambulant, also Zuhause, betreut werden, verdoppelt. Wo bleibt das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben? Nicht alle können so kreativ und stark sein wie etwa Marianne Buggenhagen, die bei den Paralympics das Treppengeländer runterrutschte, wenn der Lift mal nicht ging. Positive Effekte sieht Degener hingegen auf dem Arbeitsmarkt. Die Erwerbslosenquote unter behinderten Menschen sei zurückgegangen. Zudem habe sich auch an den Unis die Zahl behinderter Studenten erhöht. Während der vergangenen zehn Jahre sei es gelungen, das Thema der Rechte von Menschen mit Handicap in der Gesellschaft zu verdeutlichen. Wenn ich das mal so anmerken darf, räusper, eine gewisse Paralympics Zeitung von Tagesspiegel und Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung hat daran durchaus seinen Anteil.

Und weil ich als alter Knut-Groupie heute beim Tippen noch ganz im Bann der kleinen Hertha-Bärin bin: Ihr Ball lag ja länger unbenutzt im Wasser. Sagt Tierpark-Chef Andreas Knieriem: „Sie ist ja auch keine Wasserballerin.“ Recht hat er.

Und ich kann mir nicht verkneifen, an dieser Stelle hier anzumerken: Es gibt übrigens auch gehörlose Wasserballer.

Eisblumen zum Jubiläum // Annette Kögel hat gemeinsam mit den Athleten ordentlich Grund zum Feiern

Wer die Jungs in der Hertha-Ostkurve im Olympiastadion beim Anfeuern erlebt, der weiß: Fußball ist auf dieser Welt dafür da, dass auch Männer so richtig Gefühle zeigen können. Verlieren, gewinnen, alles hoch emotional. Erst recht im Behindertensport, wo viele Athleten nicht nur ein Turnier oder ein Spiel, sondern durch Unfall oder Krankheit beinahe das Leben verloren haben. Und dann happy sind, wenn es nur Bein oder Arm ist.

Zugegeben, auch unsereins ist dieser Tage emotional: Vor 15 Jahren war die Premiere der Paralympics Zeitung (PZ) für den Tagesspiegel bei den Sommerspielen in Athen - Gänsehaut. Und bereits 30 Jahre ist mein erster bei dieser Zeitung noch in die mechanische Schreibmaschine getippte Artikel alt. Für den ersten größeren Bericht froren die Finger beim Mitschreiben beinahe ein, aber ich wollte unbedingt die Kanuten miterleben, die bei Eiseskälte freiwillig über Berliner Gewässer dahinglitten. Dass es später mal Para-Kanu werden würde, was noch mehr fasziniert, das war damals noch nicht zu ahnen, denn Ende der 1980er Jahre waren es noch nicht Meine Paralympics.

Aber jetzt gibt es immer noch diese Glücksschauer, wenn ich Athleten sehe, und daher gebe ich Jubiläumsblumen gern als Gratulationssträuße an andere weiter. Bei der WM im Nordischen Para-Ski in Prince George dominierte Martin Fleig den Klassik-Langlauf und gewann nach 15 Kilometern souverän sein - in Kanada zweites - Gold. Laut Bundestrainer Ralf Rombach sei es Fleigs bestes Rennen jemals gewesen, und das trotz gesundheitlicher Probleme. Insgesamt holte das deutsche Team 15 Medaillen: fünfmal Gold, dreimal Silber und siebenmal Bronze. Und dass, obwohl das Rennen in British Columbia am Sonntagmorgen wegen minus 22 Grad verschoben werden musste.

Und die Sportlerinnen und Sportler harren da lange draußen im Schlitten aus, während unsereins schnell zum Aufwärmen nach drinnen flitzen würde. An den tollen Leistungen der Athleten haben auch technische Förderer großen Anteil, und daher schließe ich mich Bundeskanzlerin Angela Merkel an, die dem Unternehmen Ottobock in Duderstadt persönlich zum 100. gratulierte. Das Medizintechnikunternehmen wurde übrigens als „Otto Bock“ in Kreuzberg an der Köpenicker Straße begründet.

Ach, und dann gibt es ein Gratulationsvorhaben, das ich mir, der Stadt Berlin und der Welt wünsche. Wie schön wäre es doch, wenn Berlin nicht nur eine Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036 avisierte. Sondern ein jetzt Event in die Stadt holte, dass auf dem Wege dahin nachhaltig wirkte und einfach nur cool wäre: Die Weltmeisterschaft im Para-Eishockey sucht noch einen Gastgeber und könnte ab Mitte November in der Eishalle Am Glockenturm stattfinden.

Mit der Gruppe B kämen etwa China, Polen, Russland und Deutschland aufs Eis. Gregor Kemper, bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem Herausgeber-Partner der PZ, und beim ECC Preussen Berlin aktiv, macht sich dafür stark. Auch Charlottenburg-Wilmersdorf und die Aktion Mensch arbeiten daran, dass es klappt.

Am 16. und 17. März finden in der Eissporthalle die letzten Spieltage der Deutschen Meisterschaft der Para-Eishockey-Liga statt, da schaut selbst Katarina Witt mit ihrer gleichnamigen Stiftung vorbei, sie fördert das Berliner Team der „Angry Birds“. Auch Erol Celik für die Aktion Mensch kommt, Thomas Härtel, der Präsident des Landessportbundes Berlin, Joachim Breuer von der DGUV als Trikotsponsor und Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz. Auch sie gibt dem Sport neuen Schub. Beim Sledgehockey ist eben genauso viel los wie bei Hertha.

Ein Traum in Weiß // Annette Kögel über Tiefschneezauber und deutsche Erfolge im Para-Ski

Gibt es etwas Herrlicheres? Endlich mal in echtem Tiefschnee auf dem Weg zur Piste im Dachstein-Gebirge so richtig schön versinken. Oft ist unsereins schon nebenan in Obertauern Snowboard gefahren, allein, diesen Winter war das wegen des wochenlangen Extremschneefalls zumindest zeitweise unmöglich. Nicht so in Schladming, auf der legendären Planai, also runterlehnen in die wirklich steil hinunterführende Falllinie und ab geht der rhythmische Snowboardtanz - da, wo Ausnahmefahrer Marcel Hirscher auf zwei Beinen gerade das Nightrace gewonnen hat.

Marleen Verbeek hat nur noch ein komplettes Bein, doch sie kann auch schön schwingen, dank Prothese, und sie filmt sich dabei sogar per Selfiestick. Das Video auf ihrer Social-Media-Plattform zeigt ihren ersten Snowboardtag in den Bergen seit langem, nach ewigem Üben in der Halle, leider wieder mit Schmerzen am Beinstumpf. Trotzdem hat sie sich dank des Trainings zurückgekämpft.

Die heute 38-jährige Verbeek hatte im Alter von 13 Jahren die Diagnose Bakterielle Meningitis erhalten. Sie verlor fast ihr Leben, war acht Monate lang im Krankenhaus. Mit mehr als 30 Operationen, drei Monaten Intensivstation, fünf Litern neuem Blut, unzähligen Narben und diversen ärztlichen Fachleuten am Bett. Im Jahr 2016 dann fällte sie, nach all den Jahren vergebenen Kampfes gegen die Schmerzen, die Entscheidung: Der linke Unterschenkel kommt ab. Mit der Prothese geht aber längst alles wieder: laufen, rennen, tanzen - und snowboarden. Sie also ist die Darstellerin des neuen Werbefilms „In the long run“ einer großen deutschen Automobilmarke. Diese teilt auf Tagesspiegel-Anfrage mit, dass die nicht näher benannte Behindertensportlerin in dem Film eben diese Frau ist, Mutter von zwei Jungs, sie stammt aus den Niederlanden und lebt seit mehr als zwölf Jahren in Madrid.

Während alle anderen entscheidenden Personen des Werbefilms genannt werden, wie der Filmemacher Niclas Larsson, der Oscar-Preisträger Linus Sandgren als Kameramann und Michael Kiwanuka als Interpret des Titelsongs, sucht man nach der Hauptprotagonistin Verbeek vergebens. Dabei war der Dreh für die Sportlerin „eine unglaubliche Erfahrung, ich habe das Negative im Leben ins Positive umgedreht“. Ihr Bein und die Narben seien exakt der Grund dafür gewesen, dass sie für den Spot gecastet wurde: „Für alle jene Meilen, die Dich stärker machen.“

Behindertensportler stehen im Rampenlicht, aber noch nicht prominent genug. Dabei hat auch die deutsche paralympische Mannschaft wieder Erfolge eingefahren. Allein fünf Medaillen hat das deutsche Team am 31. Januar, dem Abschlusstag der alpinen Para-Ski-WM in Sella Nevea, Italien, errungen. In den verschiedenen Startklassen der Super-Kombination gewannen Anna Schaffelhuber und Andrea Rothfuss Silber sowie Anna-Lena Forster Bronze, nachdem Schaffelhuber und Rothfuss am Vormittag bereits Gold und Silber im Super-G geholt hatten. Insgesamt freute sich das A-Team über 13 Medaillen bei der WM, darunter dreimal Gold, siebenmal Silber und dreimal Bronze.

Auf meiner Piste in Schladming schwärmte die Skilehrerin Monika Felsinger übrigens von ihren Erfahrungen mit Skisportlern mit Körperbehinderungen. Sie fahren blind, einbeinig, in kalter Sitzschale, bei Minusgraden mit über hundert Sachen auf eisiger Piste. Und sie leben ihr Leben, ihren Traum.

Der nächste Meilenstein// Annette Kögel freut sich über einen ungewöhnlichen Werbespot

Meine Gedanken waren im Jahresendmodus bei dem, was war, und bei dem, was kommen möge, da verharrte mein Blick bei einem Werbespot im Fernsehen.

Der baute ganz herkömmlich Spannung auf - und dann: Das muss doch eine Paralympionikin sein! Diese Frau mit Prothese, die für einen Wettkampf trainiert. Ihre kleine Tochter will erst nicht mit anfeuern, sie muss den Unfall der Mutter, die einst begeisterte Bergsportlerin war und jetzt begeisterte Triathletin mit Amputation ist, erst noch verkraften. Dann aber ist sie doch da, mit ihrem Papa, der die Kleine im Geländewagen mit viel Platz für alles zum Wettkampf mitnimmt.

Der 30-Sekunden-Spot ist so berührend, dass ich anfange zu googeln. Wer und was steckt dahinter? Und ich finde einen Fünf-Minuten-Film zu dem kinofilmreifen Spot.

Was soll's, jetzt nenne ich einfach mal Ross und Reiter: Das Unternehmen, das hier neue Trends setzt, ist der Automobilhersteller mit dem Silberstern. Es ist der Spot „In the long run“ für ein neues Auto von Mercedes-Benz, der mich so berührt hat. „Cold Little Heart“ heißt der emotionale Song dazu vom englischen Soulmusiker Michael Samuel Kiwanuka, das war der Titelsong der US-Serie „Big Little Lies“.

Veröffentlicht wurde der in Österreich gedrehte Werbespot auf Youtube am 3. Dezember 2018, das ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Geschaffen worden ist „In the long run“ von Antoni Garage. Der zweifache Gewinner des Ironman-Triathlons auf Hawaii, Jan Frodeno, taucht in einer Gastrolle auf. Regie führte das schwedische Filmemachertalent Niclas Larsson, hinter der Kamera stand Oscar-Preisträger Linus Sandgren. In den sozialen Medien gibt es unterschiedliche Schnittvarianten.

Mich erinnert der Film mit seiner emotional-actionreichen Bildsprache an den Werbefilm der London-Paralympics 2012, als der britische Fernsehsender „Channel 4“ mir mit „Meet the Superhumans Annotated Version“ Tränen der Ergriffenheit und der Freude bescherte.

Warum ich das alles so herunterdoziere?

Weil es ein weiterer Meilenstein in unser aller Leben ist, dass ein weltweit führender Autokonzern so einen Film in die Wohnzimmer schickt. Da kann ich sogar mal alle Dieselskandale der Neuzeit kurz vergessen.

Eine wesentliche Info fehlt aber in all den umfassenden Angaben zu diesem großartigen Spot. Wer bitte ist denn die Hauptdarstellerin? Wer ist diese so starke Frau und Mutter, die mit Kampfgeist und Lebenswillen und auch dank der Unterstützung ihres Mannes sich bis an die Grenzen der körperlichen und mentalen Erschöpfung zurück ins Glück kämpft?

Sie ist nirgends zu finden. Im Film fährt die Kamera über Zeitungsartikel zu einer Bergsteigerin Susan Larsen, die die Tochter wehmütig anschaut.

Das Nachschlagwerk Internet bringt mich da aber nicht weiter. Also frage ich Heinrich Popow, die deutsche Leichtathletiklegende. Er sieht gleich, dass die Frau eine Prothese eines Alltagsbeins trägt, mit dem sie bei Paralympischen Spielen keine Chance hätte.

Und die Moral hinter der Geschichte? Sich zum Start des neuen, besseren Jahres darüber freuen, dass jetzt noch mehr große Unternehmen ganz selbstverständlich mit Athleten mit Behinderungen werben. Autonomes Fahren ist mir persönlich zwar unheimlich, aber es ist eine Befreiung für Menschen mit Körperbehinderungen. Mehr dazu verrate ich in meiner nächsten Kolumne - und auch, wer sich hinter Susan Larsen versteckt.

Ehre, wem Ehre gebührt // Annette Kögel gratuliert den paralympischen Sportlern des Jahres

Düsseldorf, Düsseldorf, da war doch was? Ach ja! Im Jahr 2004 war ich auf der ersten coolen Party meiner Schreiberlaufbahn mit Paralympics-Protagonisten. Und wie habe ich damals bei meiner Premiere in der Stadthalle Düsseldorf über die abrockenden Prothesenträger gestaunt! Wie kamikazemäßig die Rollifahrerinnen auf dem Dancefloor herumwirbelten! Damals, bei der Gala nach der ersten Runde der Paralympics Zeitung (PZ) des Tagesspiegels gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, überwand ich meine hier und da noch aufkommende Unsicherheit gegenüber Leistungssportlern mit Behinderungen und habe einfach mal volle Pulle mitgerockt.

Jetzt hieß es also: zurück zu den Wurzeln - bei der Ehrung der Para-Sportler des Jahres 2018, als sich die alt gewordene und jung gebliebene paralympische Familie in Düsseldorf auf einer festlichen Gala wiedertraf. Dabei waren die sportlichen Heldinnen und Helden von Pyeongchang. Und, so beobachtete es einer der geschätzten Paralympics-Kollegen der Deutschen Presse-Agentur, Holger Schmidt, da kamen einer großen paralympischen Dame Freudentränen: Nach der Wahl zur Para-Sportlerin des Jahres flossen diese bei Andrea Eskau, achtmalige Paralympics-Siegerin im Sommer (Handbike) wie im Winter (Biathlon und Langlauf). Auch ihre Mutter Gisela war glücklich über den doppelten Wahlsieg, Frauen und Team. Die 47-jährige vom USC Magdeburg, Diplompsychologin, trug bei den Spielen in Südkorea die Fahne.

„Ich kenne sie seit vielen Jahren, aber ich habe zum ersten Mal gesehen, dass sie vor Freude weint“, sagte Friedhelm Julius Beucher. Warum die aus Thüringen stammende und nahe Köln wohnende Eskau die Wahl gegen ihre in den sozialen Netzwerken teils sehr aktiven Konkurrentinnen gewann? „Die Menschen haben gemerkt, dass an dieser tollen Athletin und tollen Frau in diesem Jahr kein Weg vorbeiging“, sagte Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). Die seit einem Fahrradunfall 1998 querschnittgelähmte Eskau war kurz nach den Spielen nach Mallorca geflogen, natürlich zum Trainieren, und da wurde sie vom Piloten per Durchsage begrüßt. Im Hotel sprachen sie plötzlich fremde Menschen an, wollten Autogramme und Fotos. Recht so!

Behindertensportler des Jahres wurde bei den Männern der Freiburger Martin Fleig als nordischer Goldmedaillen-Sieger der Winterspiele von Südkorea im März. Die Rostocker Schwimmerin Denise Grahl wurde nach drei EM-Titeln Nachwuchssportlerin des Jahres. Der zweimalige Paralympics-Sieger Heinrich Popow (Leverkusen) erhielt drei Monate nach Karriereende den DBS-Ehrenpreis - auf diese Ehrung waren wir von der PZ übrigens vor drei Jahren in Köln stolz. Die Para-Mannschaft 2018 wurde im Ski nordisch die Staffel (Alexander Ehler, Steffen Lehmker, Andrea Eskau).

Ach so, nochmal Glückwunsch: Marianne Buggenhagen, querschnittgelähmte neunmalige Paralympics-Siegerin, die mit Diskus-Silber in Rio 2016 ihre Karriere beendete, bekam jüngst im Ratssaal des Rathauses ihres Wahlheimatortes Bernau das Bundesverdienstkreuz am Bande. Und zwar so was von verdient.

 

 

Auf die Plätze, fertig, Öko! // Annette Kögel über die neuen Medaillen bei den Spielen 2020

Medaillen haben etwas Magisches. Deswegen will sie jeder gern anfassen, raufbeißen - oder sie gar selbst haben. Auch wenn dafür kein Tropfen Schweiß geflossen ist. Handbikerin Christiane Reppe zum Beispiel hat ihre Goldmedaille aus Rio einmal zu einer Pressekonferenz anlässlich des Berlin-Marathons mitgenommen. Danach war das Metall mit identischem Geldwert wie eine olympische Medaille - aber mit unbezahlbarer ideeller Bedeutung - aus der Handtasche verschwunden. Einfach weg, von jetzt auf gleich. Reppe blieb keine Wahl: Sie erstattete Anzeige.

Ähnlich ging es dem norwegischen Skistar Kjetil Andre Aamodt. Dem Doppel-Olympiasieger von 2002 und Weltmeister hatten Diebe bei einem Einbruch in sein Osloer Haus alle 19 Medaillen aus dem Safe gestohlen. Auch die Medaille des deutschen Turners Hermann Weingärtner von den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen wurde gestohlen, vor acht Jahren war das. Damals hatte die japanische Gesellschaft zur Förderung von Sport und Gesundheit die aus einer unverschlossenen Vitrine in einem Museum nahe dem Olympiastadion verschwundene Silber-Plakette beklagt. Ja, Silber - denn Gold, Silber und Bronze wurden erst ab 1908 verliehen. Da gab es noch die Disziplinen Tauziehen, Hallentennis und Standweitsprung Nichtbehinderter, aber das nur am Rande.

Für die Sieger von Olympia und den Paralympics gibt es 2020 in Tokio Recycling-Medaillen. Laut dem Organisationskomitee wurden nach einem landesweiten Aufruf nicht mehr genutzte elektronische Geräte wie Smartphones, digitale Kameras oder Laptops gesammelt. Die alten Elektronikgeräte ergaben 2,7 Tonnen Bronze, 1,8 Tonnen Silber und 16,5 Kilogramm Gold für die Medaillen-Produktion. Auf die Plätze, fertig, Öko!

Das wird auch den Präsidenten des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Andrew Parsons, freuen, der am Dienstag vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bei seiner Versammlung in Buenos Aires in das Gremium gewählt wurde. Der Brasilianer ist damit einer der neun neuen IOC-Mitglieder, insgesamt sind es mehr als 100. Ein weiterer Schritt zur Inklusion.

Apropos Neuaufnahmen, Ehrungen und Treppchenerklettern: In Düsseldorf wurde am Sonntag Athletensprecher und Degenfechter Max Hartung auf der Vollversammlung aller Athletenvertreter im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für weitere vier Jahre als Vorsitzender und Sprecher der Athletenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes wiedergewählt. Seine Stellvertreterin wurde die Sportschützin und Paralympics-Siegerin von 2004, Manuela Schmermund. Die durch einen Verkehrsunfall querschnittgelähmte Athletin war bei fünf Paralympics dabei, hat dort oft schon für Mitstreiterinnen und Mitstreiter die Stimme erhoben und löst nun Silke Kassner ab. Sie durfte nach zwei Wahlperioden nicht wieder antreten.

Die Dresdnerin Christiane Reppe hingegen wird mit dem Behindertensport weitermachen. Nach dem unfreiwilligen Goldmedaillenverlust 2016 bekam sie dann doch noch eine Ersatz-Goldmedaille um den Hals gehangen - vom Oberbürgermeister der sächsischen Landeshauptstadt, Dirk Hilbert (FDP). Die Stadtverwaltung hatte sie extra beim Internationalen Paralympischen Komitee in Bonn angefragt. Im Kongresszentrum war das Licht kurz gelöscht, als die Medaille hereingebracht wurde. Christiane Reppe probierte gleich aus, ob die Medaille genauso rasselt wie das Original - damit Blinde nicht nur in Braille lesen können, welche das ist. In der Goldenen klingen die Metallstücke am kräftigsten.

Annette Kögel ist für Serdal Celibi als erster blinder Kicker vom Tor des Monats

Wie viele Räder hat ein Fahrrad?

Sie überlegen bei dieser Frage zum Einstieg, ob mit mir noch alles in Ordnung ist? Keine Sorge, alles gut. Genau diese Frage soll ich zunächst beantworten, wenn ich bei der aktuellen Tor-des-Monats-Abstimmung für August mitklicken will. Damit alles fair zugeht und die menschliche Logik beweist, dass keine künstliche Abstimmungsmaschine oder Ranking-Verbesserer für Internet-Suchmaschinen hinter dem Onlinenutzer stecken.

Also: zwei Räder hat ein Fahrrad. Und eins ist neu: Dass erstmals mit Serdal Celibi ein blinder Fußballer für das „Tor des Monats“ nominiert ist. Der im Mai 1984 geborene und für den FC St. Pauli spielende Hamburger mit der Rückennummer 3 hatte sein Debüt beim Freundschaftsspiel gegen Rumänien im April 2014. Länderspiele vier, Länderspieltore eins, so bilanziert die Seite blindenfussball.net. Und jetzt das: Serdi, wie der Kicker genannt wird, trifft für seinen Verein im Finale der deutschen Blindenfußball-Bundesliga gegen den MTV Stuttgart zum 1:2-Endstand. Das Finale für die deutsche Meisterschaft ging zwar verloren, aber vielleicht gewinnt der Mann jetzt in einem anderen Wettbewerb. Das Ding in die linke obere Ecke zieht er nämlich krass ab: Meine Wahl fällt auf das Tor Nummer vier. Okay, auch Marvin Plattenhardts Volley-Treffer für Hertha BSC im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig zum 1:0 ist nicht von schlechten Eltern (Tor Nummer drei). Und Tor fünf, Mike Frantz stoppt den Ball mit der Brust und trifft für den SC Freiburg im DFB-Pokal gegen Energie Cottbus zum 1:1 - auch nicht übel.

Doch viele sehende Spieler sind beim Probekick schon bei einem Testlauf mit blinden oder sehbehinderten Spielern gescheitert. Die können nämlich ohne Sicht, dafür dank Rasseln im Ball und durch die Rufe von Trainern und Torwart treffen. Und dank sehr viel Ballgefühl. Wegen der Schwierigkeit zu passen, sind auch Alleingänge vorm Tor nicht egoistisch verwerflich. Eine Portion Kamikazetum gehört auch dazu, denn: Kopfschutz drübergezogen, die „Voy!“-Rufe des ballhabenden Gegners im Ohr - hier und da scheppern Spieler zusammen oder auch mal in die Bande. Habe ich bei Paralympischen Spielen in London, Peking - und bei der Blindenkickerpremiere in Athen 2004 selbst schon miterlebt.

Blindenfußballpartien dauern kürzer als die der Sehenden, sie sind in Deutschland, wie bei der EM 2017, noch etwas Besonderes. In Brasilien oder auch in Spanien, wo Nichtsehende seit zwei Jahrzehnten organisiert spielen, ist das etwas anders. Dort sind schon mal tausende Fans in den Stadien, obwohl sie nicht laut anfeuern dürfen, damit die Spieler den Ball überhaupt erahnen können.

Jetzt ging es für den 34 Jahre alten und wohl stets gut gelaunten deutschen Nationalspieler Celebi mit viel Gefühl am Fuß direkt in die Riege der nominierten Kicker in die Sportschau vom Ersten. Beim Klassiker der Fußball-Gewinnspiele - mir klingt immer noch die alte Tor-des-Monats-Melodie in den Ohren - küren die Zuschauer seit 1971 jeden Monat das beste und spektakulärste Tor. Für den August-Treffer kann man noch bis zum 15. September, 19 Uhr, abstimmen. Und durchs Mitklicken sogar eine zehntägige Expeditions-Seereise für zwei Personen mit Hurtigruten entlang der Westküste Europas gewinnen.

Wir wünschen „Serdi“ den Sieg von Herzen. Möge er nicht der einzige potenzielle Blindenkick-Torschütze des Monats bleiben! Haben Sie einen Treffer dokumentiert, den Sie vorschlagen wollen? Nur zu! Vorschläge kann man mit Video senden an: tordesmonats@wdr.de

Freie Bahn für alle // Annette Kögel freut sich über einen coolen Pokal - und gibt High five

Neulich war ich echt sprachlos, und einige würden sagen: Das will was heißen. Bei der Verleihung des German Paralympic Media Award wurde ich ganz beiläufig auf die Bühne gebeten, die Radsporttype Hans-Peter Durst überreichte mir im Namen der paralympischen Familie den Ehrenpreis für nachhaltigen Journalismus über Behindertensport und auf der Leinwand lief ein Porträtfilm mit coolen Fotos unseres Paralympics-Zeitung-Fotografen Thilo Rückeis zu meinem Berufsleben!

Gregor Doepke und Joachim Breuer von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und alle Mitinitiatoren - ihr habt mir echt eine Freude bereitet. Ehrlich dachte ich auch kurz: Hey, Lebenswerk, ich werde alt! Moderator Claus Lufen fragte, ob es einst ein Schlüsselerlebnis gab: Ja. Meinen Vater, der lebensfrohe Kämpfer, mit Multipler Sklerose im Rollstuhl, diagnostiziert, als ich 18 war. Er zeigt mir, dass Menschen mit Behinderungen kein Mitleid brauchen, sondern eine Bühne. Dir widme ich den Preis!

In einer Filmszene auf der DGUV-Internetseite hockt unsereins mit dem Schreibblock zwischen den Zähnen im Handbike: Ihr Paralympioniken habt mich inspiriert, bewegt, bereichert. Schauspieler Matthias Schweighöfer trainiert jetzt im Rennrollstuhl, für einen Werbefilm für die Leichtathletik-EM der Behinderten in Berlin vom 20. bis 26. August. Klasse. Mein Dank geht an alle, die früh mit am Rollstuhl-Rad für Inklusion drehten: Thomas Rugo, Uli Gasper, Hans Georg Näder, Rüdiger Herzog, Christin Gunkel, Ralf Otto, Karin Preugschat, Clara Kaminsky, alle im Tagesspiegel, die mittun, und all jene, die mir einst freie Bahn gaben.

Am Podest falsch verbunden // Annette Kögel wägt ab, was von den Spielen in Korea bleibt

Es sind diese Gänsehautmomente. Die jungen Journalisten unserer Paralympics Zeitung haben sie während der Spiele in der Whatsapp-Gruppe geteilt: Da sitzen zwei unserer jungen Leute in einer voll besetzten Sporthalle, und der Bär tobt. Da klatscht der Präsident Moon Jae In Menschen zu, die sonst im Land absolute Außenseiter sind: Schwerbehinderte. Und die Präsidenten-Gattin jubelt im Korea-Shirt den Amputierten und Querschnittgelähmten unten auf den Schlitten beim Para Eishockey zu. Bronze für Korea! Und Gold für die Menschenrechte!

Längst sind die Mannschaften alle zurück in der Heimat. Doch auch diesmal, so sieht es aus, gibt es wieder eine „Legacy“ der Paralympischen Spiele. Zum Erbe gehört, dass Nichtregierungsorganisationen, die sich anlässlich der Spiele gegen die Isolierung von Menschen mit Behinderungen etwa an Sonderschulen einsetzten, gehört wurden. Das zuständige Sportministerium will jetzt in die Modernisierung von Sportanlagen investieren, um einige barrierefrei zu machen. Sogar von einer geplanten Kampagne ist zu hören, die Hunderttausende von behinderten Menschen in Korea zum Sporttreiben animieren soll. Und schon im Vorfeld der Spiele hatte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) - wie immer - Schüler, Lehrer und Studenten durch Vorbereitungsseminare auf die Paralympics eingestimmt.

Erfreulicherweise haben zu deren Finale hin das Koreanische Paralympische Komitee und die Agitos Stiftung des IPC zur weltweiten Förderung des paralympischen Sports einen Vertrag fürs Erbe der Spiele geschlossen - im Lande soll Para-Sport gefördert, unterstützt und ausgewertet werden. Es soll beispielsweise internationale Workshops für Offizielle, Trainer, Athleten und Klassifizierer im „KPC Icheon Training Centre“ geben. IPC-Präsident Andrew Parsons und der Präsident des Koreanischen Paralympischen Komitees, Myungho Lee, unterzeichneten den Vertrag, und Jongwhan Do, der koreanische Minister für Kultur, Sport und Tourismus, sowie Heebeon Lee, Präsident des Organisationskomitees von Olympia und Paralympics 2018, waren anwesend. Das ist „Namedropping“ mit Mehrwert, gegen Stigmatisierung.

So kann es weiter gehen, 2020 Sommerspiele in Tokio, wo Behinderung und Hightech-Medizin eine große Bühne bekommen werden. 2022 dann die Winterspiele in Peking. Asien, immer wieder Asien. Die Spiele dienen immerhin dort als Katalysator für Gleichberechtigung, wo die Megaevents Olympia und Paralympia gewollt werden. Andere Nationen in anderen Breitengraden sträuben sich wegen der hohen Investitionskosten, der Umweltkritik - mangelnde Nachhaltigkeit! - und politischer Bedenken. Den Nutzen der Spiele kann niemand wirklich auf den Cent berechnen. Bedauernswert ist beispielsweise, dass die millionenteuren Anlagen in Rio de Janeiro längst schon wieder in der feuchten Hitze vor sich hin rotten. Doch jedes einzelne Menschenleben, das in Würde gelebt werden darf, ist jeden Cent wert, finde ich.

Eines könnten die Koreaner aber nach den Spielen noch ein wenig trainieren: Gelassenheit und Einfühlungsvermögen.Der Jubel im Stadion war ja schon mal Weltklasse. Aber dass die Volunteers mit Beamtenhabitus noch während der letzten Siegerehrungen die Plakate und Absperrungen um die Treppchen herum abräumten und unverzüglich nach dem letzten Wettkampf den Interview-Fragestellern die Mixed Zone förmlich unter den Füßen wegrissen, ist so gar nicht medaillenverdächtig. Leute, euer Motto hieß: Passion. Connected. Aber da war jemand falsch verbunden.

Aus der Traum // Annette Kögel erinnert sich an alte und freut sich auf neue Sportarten

Es ist zum Eisfachtür zuschlagen. Schon wieder ist der Paralympics-Traum für die deutschen Sledgehockeyspieler geplatzt. Oder, Entschuldigung, für das deutsche Team im Para Ice Hockey. So heißt die Sportart jetzt bei den Winter-Paralympics. Und damit müssen die Fans bei den Partien der Spiele in Pyeongchang im nächsten Frühjahr wohl wieder die Gegner im Geiste anfeuern.

Mensch! Sie waren mal wieder so dicht dran im Endspiel um die Paralympics-Teilnahme ge-gen Schweden in Östersund. Das Ziel: Das letzte Ticket für die Paralympischen Spiele 2018. Beide Teams lieferten sich einen packenden Fight - bis zur letzten Spielminute, wie auch der Deutsche Behindertensportverband bilanziert. Die Chance war zum Greifen nahe, schließlich hätte Deutschland aufgrund des Sieges gegen die Slowakei sogar ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit zur Teilnahme an den Paralympics gereicht. Doch wie schon vor vier Jah-ren verpasste das Team die Reise zu den Spielen.

Nach einer lange Zeit guten und beherzten Leistung verließ die deutsche Auswahl frustriert mit hängenden Köpfen das Eis. Neben Schweden sicherten sich Japan und Tschechien die Teilnahme an den Spielen. Für die Deutschen wurde es nichts mit der zweiten Paralympics-Teilnahme nach 2006. Während die Gastgeber jubelten, war die Enttäuschung bei der Mannschaft von Cheftrainer Andreas Pokorny riesig. "Bis auf die Chancenverwertung kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles gegeben und waren über weite Strecken die bessere Mannschaft", sagte er.

Aber wer die Mannschaft kennt, der weiß, dass viele trotzdem weitermachen werden. Auf dem Eis gibt es für Amputierte wie bei den Schwimmern im Wasser dieses beson-dere Gefühl von Freiheit. Wer nur noch kurze Gliedmaßen besitzt oder gar keine, ist in punkto Wendigkeit jenen Athleten mit beispielsweise nur einem amputierten Bein klar im Vorteil. Im Team müsse es jetzt "einen kompletten Neuaufbau geben, und wir müs-sen noch mehr tun, wenn wir in vier Jahren in Peking dabei sein wollen", sagt Teammanager Ian Wood.

Ich kann nur sagen: Bleibt dran. Para Ice Hockey ist einfach ein spannender, stim-mungsgeladener Sport. Und treffen könntet ihr euch ja alle mal zum motivierenden Winterumtrunk im nördlichsten offiziellen Stammlokal der deutschen paralympischen Wintersportmannschaft, der Ständigen Vertretung in Mitte!

Durch nichts aufzuhalten // Annette Kögel über die niemals aufgebende Christiane Reppe

Paralympioniken sind einiges gewohnt. Wer keine Beine mehr hat, der läuft schon mal auf Händen beispielsweise durch den Flugzeuggang zum Sitzplatz. Wenn der Fahrstuhl mal nicht funktioniert, rutscht man eben auf dem Treppengeländer nach unten. Und wenn der eigene Verband vergisst, einen für eine Weltmeisterschaft zu melden? Nun, selbst dann kann es irgendwie doch möglich werden, mit zwei Goldmedaillen genau diese WM zu verlassen.

Als Christiane Reppe mitbekam, dass der Deutsche Behindertensportverband (DBS) vergessen hatte, sie für die Paracycling-Weltmeisterschaften in Pietermaritzburg in Südafrika final anzumelden, drehte sie schon am Rad. Die 30 Jahre alte Handbikerin hatte intensiv trainiert, beste Chancen auf Medaillen - und dann das. Auch beim DBS saß der Schrecken tief, war die Vorzeigeathletin doch in der ersten Runde angemeldet worden. Aber dann hatte jemand einfach vergessen, einen Namen in die Maske auf dem Bildschirm zu tippen. Ein typischer Fehler, wie er jedem passieren kann. Wie er aber nun Christiane Reppe traf.

Und die gebürtige Dresdnerin wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht auch noch auf die darauffolgende Panne mit Humor reagiert hätte. So postete sie auf Facebook sich selbst mit den ihr trotzdem zugeschickten Bögen für die Dopingkontrolle: "Irgendwie bin auch ich manchmal sprachlos. Da lässt die UCI mich nicht starten bei der Paracycling-Weltmeisterschaft und schickt mir dann aber trotzdem die Dopingkontrolle vorbei!" Die überkorrekte UCI ist der Radsport-Weltverband.

Es gab dann natürlich Medienberichte, der Bund Deutscher Radfahrer und auch der DBS versuchten erneut, das Rad in Bewegung zu setzen. Aber nichts half. Reppe, der im Alter von fünf Jahren das rechte Bein wegen eines bösartigen Tumors amputiert werden musste, machte aber wie gewohnt noch aus allem das Beste. Sie entschied sich, trotzdem nach Südafrika mitzufliegen, das Team zu stärken und von den Wettkämpfen aus die Social-Media-Kanäle zu bespielen. Und als sie gerade mit dem Auto auf dem Weg von Johannesburg nach Pietermaritzburg war, kam der Anruf vom DBS: Du darfst doch starten!

Allerdings hatte Reppe ihr Handbike nicht dabei. Doch auch dafür hatte sie die passende Lösung. Dem Vater in Deutschland beschrieb sie am Telefon, wie er daheim das Handbike auseinanderschrauben solle. Hans-Jürgen Reppe bekam den Anruf am Montagnachmittag, am frühen Abend saß er samt Sportzubehör im Flieger Richtung Südafrika. Am Donnerstag hatte Christiane Reppe ihr erstes Rennen. Auf dem bergigen Kurs distanzierte die Paralympics-Siegerin ihre Konkurrentinnen in der Startklasse H4 um über eine Minute. Die Athletin vom GC Nendorf gewann ihren dritten WM-Titel, es war der erste im Zeitfahren. Und sie holte sogar noch eine Goldmedaille, im Straßenrennen. Auf dem Siegerpodest kullerten ihr Freudentränen während der Nationalhymne die Wangen hinab. "Ich bin megaglücklich. Jetzt fällt gerade alles von mir ab", sagte Reppe.

Davon war das gesamte deutsche Team beflügelt. Die deutsche Nationalmannschaft von Bundestrainer Patrick Kromer jubelte bei der Para-Radsport-WM insgesamt über zehnmal Gold, viermal Silber und sechsmal Bronze. So sprinteten Kerstin Brachtendorf, Pierre Senska und völlig überraschend Tobias Vetter im Straßenrennen zu Gold. Denise Schindler und Steffen Warias gewannen Silber und Michael Teuber holte ebenso Bronze wie das Team.

Zum Abschluss räumte das Trio Bernd Jeffré, Mariusz Frankowski und Andrea Eskau noch Bronze im Team Relay und damit die 20. Medaille für Deutschland ab. Die größten Überraschungen aus deutscher Sicht schafften zwei WM-Debütanten: neben Goldmedaillengewinner Vetter ließ die 24 Jahre alte Raphaela Eggert mit Silber im Zeitfahren aufhorchen.

Außerdem gibt es im deutschen Team nun sogar drei Doppel-Weltmeister: Hans-Peter Durst, Andrea Eskau - und die unaufhaltsame Christiane Reppe.

Mit Mut gegen Depressionen // Annette Kögel über ein Projekt, das seelische Erkrankungen thematisiert

Ganz ehrlich: Als ich anno 2003 gefragt wurde, ob ich als Schulmedienprojektleiterin beim Tagesspiegel eine Jungjournalistenzeitung anlässlich der Paralympischen Spiele in Athen aufbauen möchte, hielt ich erst einmal inne. Von diesen Spielen der Menschen mit teils schweren Körperbehinderungen live zu berichten, wie kann man so etwas denn seelisch verkraften?

Nach dem ersten Reportereinsatz 2004 in Griechenland waren letzte Zweifel verflogen: Statt seelische Tiefs selbst als Zuschauer durchzustehen, ist man während der Paralympischen Spiele im sportlichen Dauerrausch, es gibt Adrenalin ohne Ende und positive Vibrationen vom Startschuss bis zum Löschen der Paralympischen Flamme.

Dennoch wird überall in der Mixed-Zone in den Stadien oder auch während der Empfänge am Abend im privaten Gespräch ehrlich über den langen Weg vom Schicksalsschlag bis zum Siegeszug dank des Leistungssports geredet. Etliche Sportler hatten einst Gedanken an einen Suizid.

Wie sehr Sport aus Depressionen heraushelfen kann, das weiß auch der Förderer der Paralympics Zeitung des Tagesspiegel, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Die DGUV unterstützt schon seit Jahren frühere Paralympicssieger wie Kirsten Bruhn oder Heinrich Popow dabei, Unfallopfern wieder Mut zu machen.

Seit 2012 gibt es zudem auch eine sogenannte Mut-Tour, die in diesem Jahr bis zum 25. August durch Deutschland zieht, mitsamt Zwischenstopp in der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) in Frechen. Das Aktionsprogramm will einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Depression als Erkrankung leisten. Dafür haben bis zum vergangenen Jahr insgesamt 126 depressionserfahrene und auch unerfahrene Menschen über 22 000 Kilometer Mutmachertour zurückgelegt. Der DBS unterstützt die Mut-Tour als Bundespartner - wie auch die Stiftung Deutsche Depressionshilfe, das Bündnis gegen Depression und der Fahrrad-Club ADFC.

Die Mut-Tour wird von der Deutschen Depressions-Liga organisiert, die Barmer und die Deutsche Rentenversicherung Bund sind Kostenträger. Damit steht ein großes, kompetentes Team auf dem Platz mit dem Ziel, Menschenleben zu retten. Zu viele Tode, auch von körperlich nicht behinderten, aber psychisch Qualen erleidenden Spitzensportlern wie Robert Enke waren schon zu beklagen. Haben wir alle den Mut zum Tabubruch, zum Reden, zum Helfen - zum Leben!


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