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News Josia Topf © Ralf Kuckuck / DBS

Para Schwimmen: Erste Ausrufezeichen

Die Deutsche Para Schwimmen Nationalmannschaft hat beim Swim Cup in Amsterdam gleich einen der ersten Wettkämpfe im Qualifikationszeitraum für die Europameisterschaften 2020 und die Paralympischen Spiele in Tokio genutzt und jubelte über sieben geknackte Paralympics-Normen sowie zehn neue deutsche Rekorde. Josia Topf setzte über 50 Meter Schmetterling in der Klasse S3 mit einem neuen Weltrekord ein weiteres Ausrufezeichen.

Gleich sieben Mal jubelte die deutsche Mannschaft über die Norm für die Paralympischen Spiele in Tokio im kommenden Jahr. Taliso Engel, Maike Naomi Schnittger, Verna Schott, Neele Labudda, Josia Topf, Elena Krawzow und Gina Böttcher schwammen beim Swim Cup in Amsterdam die geforderten Zeiten, die für eine Nominierung zu den Spielen erforderlich ist.

Maike Naomi Schnittger meldete sich damit nach langer Krankheits- und Verletzungspause eindrucksvoll zurück. Die 25-jährige, die in Japan geboren ist, war bei der WM im August in London nicht an den Start gegangen und schwamm nun die erforderliche Zeit über 400 Meter Freistil in der Klasse S12. „Für Maike Naomi freue ich mich sehr! Es ist einfach super zu sehen, dass sie zurück ist und gleich beim ersten Wettkampf die Norm geknackt hat“, sagte Bundestrainerin Ute Schinkitz.

Auch Josia Topf setzte in Amsterdam ein Ausrufezeichen. Der 16-Jährige schaffte nicht nur die Norm für die Europameisterschaften und Paralympischen Spiele, sondern sicherte sich in der Klasse S3 mit 51,12 Sekunden zudem einen neuen Weltrekord über die nicht-paralympische Strecke 50 Meter Schmetterling. „Josia hat in all seinen Rennen überzeugt und seine steigende Leistungskurve in Amsterdam erneut bestätigt“, resümiert Schinkitz das Auftreten des jungen Athleten aus Erlangen.

Darüber hinaus freute sich die deutsche Mannschaft über zehn neue deutsche Rekorde. Mira Maack ging parallel in Magdeburg auf den Startblock und sicherte sich dort ebenfalls die B-Norm (für Nachwuchssportler) für die Spiele in Tokio.

Bundestrainerin Ute Schinkitz zeigte sich mit dem Auftreten ihrer gesamten Mannschaft in Amsterdam zufrieden: „Es ist super, dass wir gleich beim ersten Wettkampf viele Häkchen hinter die Paralympics-Norm setzen können. Damit ist diese Norm auch aus den Köpfen der Athleten und sie können sich ohne Druck weiter vorbereiten. Unsere Weltmeister aus London, Taliso, Elena und Verena, sind wieder an ihre WM-Zeiten heran geschwommen und haben sich über einzelne Strecken sogar schon verbessert.“  

Auf dem Weg nach Tokio werden Teile der Mannschaft im Laufe des kommenden Jahres noch an den World Series-Stopps in Lignano (Italien; 23. Februar bis 2. März) und Sheffield (Groß Britannien; 6. bis 13. April) teilnehmen sowie einzelne nationale Rennen nutzen, um die Normen zu erfüllen.  Vom 17. bis 23. Mai finden dann auf Madeira die Europameisterschaften statt. Hier wird sich das Team um Ute Schinkitz im Vorfeld der Spiele noch einmal in realer Wettkampfsituation mit der internationalen Konkurrenz messen.

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