DOSB - Olympiamannschaft

Bühne

EM Maik Szarszewski © Binh Truong

Ein kleines Team für die EM

Volle Konzentration auf das goldene Zentrum der Zielscheiben, zielen, schießen und treffen. Zehn Punkte gibt es für einen Schuss in den kleinen inneren Kreis mit einem Durchmesser von 12,2 Zentimetern. Die zehn Punkte wollen die Schützen des dreiköpfigen deutschen Para Bogensport-Teams bei den Europameisterschaften vom 14. bis 18. August im tschechischen Pilsen möglichst häufig erzielen und um die EM-Titel mitschießen.

Mathias Nagel, Para Bogensport-Cheftrainer, ist mit seinen Schützlingen in diesem Jahr neue Wege zur Vorbereitung auf die europäischen Titelkämpfe gegangen. Das kleine Team, bestehend aus Uwe Herter (VfL Sindelfingen), Maik Szarszewski (SC Vöhringen) und Karina Granitza (CfB Soest) begann die Saison mit einem Lehrgang und stieg nicht wie gewohnt mit einem Wettkampf ein. „Das hat sich ausgezahlt“, ist sich Cheftrainer Nagel sicher: „Vor allem nach dem zweiten Lehrgang haben wir eine deutliche Leistungssteigerung feststellen können. Inzwischen sind wir auf einem guten Niveau für die Europameisterschaften.“

Die gute Form stellten Granitza und Szarszewski zuletzt beim Weltranglistenturnier Anfang Juli in Nove Mesto unter Beweis, das sie gegen starke internationale Konkurrenz auf den Plätzen neun und sieben beendeten. Maik Szarszewski setzte sich in den ersten Runden klar gegen seine Gegner aus der Ukraine und Indien durch und musste sich erst im Viertelfinale gegen den Südkoreaner Park Jun Beom  geschlagen geben. Für Karina Granitza reichte es trotz einer konstanten Leistung gegen die Türkin Sevgi Yorulmaz nicht für den Einzug ins Viertelfinale.

Wie in Nove Mesto werden die deutschen Starter auch in Pilsen ausschließlich in der Einzelkonkurrenz an den Start gehen. „Vanessa Bui und Lucia Kupczyk sind aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen aus der Nationalmannschaft zurück getrten, daher ist die Teilnahme im Teamwettbewerb der Damen nicht möglich. Zudem fehlt uns für den Mixed-Compound Teamwettbewerb ein weiterer Compound-Schütze, da Maik mit dem Recurved Bogen schießt“, erklärt Trainer Nagel.

Dennoch besteht Hoffnung auf Medaillen für die deutschen Starter. Sowohl Granitza und Szarszewski, die bei den letzten Europameisterschaften 2016 Medaillen sammelten, als auch Uwe Herter, der bei den Paralympics in Rio mit einem starken vierten Platz überzeugte, fahren mit Medaillenambitionen nach Tschechien. „Wir sind hoch motiviert, kennen die Stärken und Schwächen unserer Gegner und wollen eine gute Leistung abrufen“, sagt Nagel und ergänzt: „Dennoch ist im Bogensport immer auch die Tagesform abhängig. Es ist schon häufig vorgekommen, dass vermeindlich schwächere Gegner Begegnungen mit ein paar Ringen Vorsprung für sich entschieden haben. Oder auf der anderen Seite die eigentlichen Favoriten Nerven zeigten.“

Die Hauptkonkurrenten für die deutschen Starter sind vor allem die Schützinnen und Schützen aus Russland, Frankreich, Italien und dem Gastgeberland Tschechien. Um letztendlich eine Medaille zu gewinnen brauchen die deutschen Schützen neben einer guten Tagesform aber auch ein wenig Losglück für die Ziehung der ersten Partien.

Sorgen machen müssen sich die deutschen Starter deshalb allerdings keine. „Wir können auf unsere Stärken, große Leistungsbereitschaft, einen starken Willen und einen ausgeprägten Kampfgeist vertrauen“, sagt Mathias Nagel. Die Chancen stehen also gut, dass die deutsche Mannschaft am Ende jubeln darf, über den perfekten Schuss in die goldene Mitte.

Weitere Informationen zu den Para Bogensport-Europameisterschaften finden Sie hier.

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