Zwei gute Ergebnisse zu Beginn der Para Leichtathletik-WM in Neu-Delhi: Laura Burbulla vom VfL Wolfsburg wurde im Weitsprung Sechste, Lise Petersen vom TSV Bayer 04 Leverkusen im Speerwurf Siebte. Die Wettbewerbe in Indiens Hauptstadt dauern für das 20-köpfige deutsche Team bis zum 5. Oktober an.
Den Auftakt für die Mannschaft von Bundestrainerin Marion Peters machte Weitspringerin Laura Burbulla in der Klasse T37. Mit 3,95 Metern wurde die Athletin vom VfL Wolfsburg Sechste – mit exakt der gleichen Weite, mit der sie in Paris bei ihrem Paralympics-Debüt Siebte geworden war. „Fünfte wäre im Bereich meiner Bestweite von 4,24 Metern gewesen“, sagt die 20-jährige WM-Debütantin, die nach einem deutlich stärkeren Probesprung mit dem Wind von vorne zu kämpfen hatte: „Ich ärgere mich, dass wieder fünf Zentimeter zu den vier Metern fehlen, eine Vier hätte schon vorne stehen dürfen. Aber mit der Platzierung bin ich total fein, es war eine coole Erfahrung bei der ersten WM.“
Lise Petersen durfte sich mit 36,46 Metern im dritten Versuch im Speerwurf der Klasse F46 über Rang sieben freuen. Wobei sie im ersten Moment noch haderte: „Ich hätte gerne noch ein Stück weiter geworfen. Mit einer neuen Bestweite hätte ich Fünfte werden können, das ist gerade nicht so leicht“, sagte die 20-Jährige, die noch mit zwei weiteren Würfen die 36 Meter überbot: „Aber nach der Saison, die nicht ganz so gut war, bin ich doch sehr zufrieden, es war eine stabile Serie.“ Zu Beginn des Jahres hatte Petersen, die in Tokio mit nur 16 Jahren Siebte und in Paris Achte bei den Paralympics war, mit 38,70 Metern eine Bestweite aufgestellt, danach aber reihenweise Wettkämpfe gehabt, „die gar nicht liefen. Dann musste ich wieder zurückfinden zu der Leistung, die ich schon gebracht habe und da hat es mir extrem viel geholfen, mit Steffi Nerius noch mal zu werfen im Trainingslager in Nizza und in Leverkusen. Das war für mich sehr viel wert“, sagt die WM-Sechste von 2023 über das Coaching der Speerwurf-Weltmeisterin von 2009. Ein neues Ziel, wohin es künftig gehen soll, ist nach der WM auch schnell formuliert: „Hoffentlich weiter in Richtung 40 Meter - und nächstes Jahr will ich bei der EM wieder angreifen.“
Weitere Informationen sowie Ergebnisse der Para Leichtathletik-WM gibt es auf World Para Athletics.
Text: Nico Feißt / DBS
Das deutsche Aufgebot für die deutsche Para Leichtathletik-WM in Neu Delhi (Indien):
Lindy Ave (27 / Neubrandenburg / Leichtathletik inklusiv Greifswald), Marcel Böttger (32 / Kassel / LG Olympia Dortmund), Friederike Brose (18 / Spremberg / BPRSV), Laura Burbulla (20 / Wolfsburg / VfL Wolfsburg), Yannis Fischer (23 / Singen / VfB Stuttgart), Johannes Floors (30 / Bissendorf / TSV Bayer 04 Leverkusen), Francés Herrmann (36 / Cottbus / BPRSV), Niko Kappel (30 / Schwäbisch-Gmünd / VfB Stuttgart), Alexander Kosenkow (Guide von Marcel Böttger; 48 / Tokmak (Kirgistan) / LG Olympia Dortmund), Charleen Kosche (24 / Rheinfelden / BPRSV), Felix Krüsemann (24 / Berlin / RSV Eintracht Stahnsdorf), Lisa Martin Wagner (32 / Bielefeld / BPRSV), Max Marzillier (24 / Rüdersdorf / BPRSV), Katrin Müller-Rottgardt (43 / Duisburg / TV Wattenscheid 01), Lise Petersen (20 / Heide / TSV Bayer 04 Leverkusen), Markus Rehm (37 / Göppingen / TSV Bayer 04 Leverkusen), Jule Roß (19 / Bergisch Gladbach / TSV Bayer 04 Leverkusen), Léon Schäfer (28 / Burgwedel / TSV Bayer 04 Leverkusen), Felix Streng (30 / La Paz/Bolivien / Sprintteam Wetzlar), Kim Vaske (20 / Steinfurt / TSV Bayer 04 Leverkusen), Andreas Walser (29 / Augsburg / LG Augsburg)