Josia Topf ist nicht zu stoppen: Über die 50 Meter Freistil gewann der 22-Jährige Gold und damit bereits seine dritte Medaille bei den Para Schwimm-Weltmeisterschaften in Singapur. In einem spannenden Rennen feierte Topf einen Start-Ziel-Sieg und setzte so die Serie des deutschen Teams fort – an jedem Tag gab es bisher eine Medaille. Topfs WM-Titel bedeutete das achte Edelmetall für das deutsche Team. Verena Schott verpasste hingegen als Vierte erneut knapp das Podium, ebenso wie Taliso Engel.
So erfolgreich wie nie zuvor kehren die deutschen Para Kletter*innen von den Weltmeisterschaften aus Seoul (Südkorea) zurück. Das Team von Trainer Christoph Reichert bewies Nervenstärke in den Finals und gewann insgesamt fünf Medaillen. Routinier Kevin Bartke und Youngster Rosalie Schaupert krönten sich zu Weltmeister*innen in ihrer Startklasse, Korbinian Franck freute sich über Silber und Luisa Grube sowie Philipp Hrozek holten Bronze.
Ein Mal Gold, drei Mal Silber und vier Mal Bronze gab es für die deutsche Para Leichtathletik-Nationalmannschaft bei den Paralympics 2024 in Paris. „Ein Tiefpunkt“, wie Bundestrainerin Marion Peters rückblickend sagt. Bei den Weltmeisterschaften vom 27. September bis zum 5. Oktober im indischen Neu-Delhi hofft sie auf ein besseres Ergebnis – obwohl das Team kleiner ist.
Nächste Medaille für das deutsche Team bei der Para Schwimm-WM in Singapur: Josia Topf, der am Montag bereits Gold auf den 150 Meter Lagen (SM3) gewonnen hatte, sicherte sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Denys Ostapchenko Silber über 50 Meter Rücken in der Startklasse S3. Der Erlanger sorgte damit für das siebte deutsche Edelmetall am vierten Wettkampftag der Weltmeisterschaften. Damit geht Deutschlands Medaillen-Serie weiter.
Auch am dritten Tag der Para Schwimm-WM gab es Edelmetall für das deutsche Team. In einem hochspannenden Rennen gewann Gina Böttcher die Bronzemedaille über die 150 Meter Lagen. Die anderen deutschen Starter*innen Maike Naomi Schwarz, Verena Schott und Malte Braunschweig zeigten ebenfalls ansprechende Leistungen, jedoch reichte es jeweils nur für den undankbaren vierten Platz.
Viel besser hätte der zweite Tag der Para Schwimm-WM in Singapur für das deutsche Team nicht laufen können. Drei Gold-Medaillen, eine Bronze-Medaille und ein Weltrekord standen am Ende zu Buche. Mira Jeanne Maack schwamm bei den 100 Meter Rücken auf Platz 3, Tanja Scholz sicherte sich über 150 Meter Lagen ihren zweiten WM-Titel, Josia Topf ließ der Konkurrenz auf den 150 Meter Lagen keine Chance und Taliso Engel stellte über die 100 Meter Brust einen neuen Weltrekord auf.
Die deutschen Para Judoka haben Grund zum Feiern: Bei den Europameisterschaften im georgischen Tiflis holten Isabell Thal und Daniel Goral in ihren jeweiligen Startklassen Bronze, während der Drittplatzierte der Paralympics von Paris, Lennart Sass, sich den Europameistertitel erkämpfte.
Schon der erste Tag bei der Para Schwimm-WM in Singapur ist ein bemerkenswerter aus deutscher Sicht. Tanja Scholz krönte sich nicht nur zur Weltmeisterin über die 50 Meter Brust, sondern stellte in ihrer Startklasse SB2 mit 1:00,95 sogar einen neuen Weltrekord auf. Die restlichen deutschen Starter*innen erreichten ebenfalls das Finale, waren dort mit ihren Leistungen jedoch nur bedingt zufrieden.
Mit vier Booten gehen die deutschen Para Ruder*innen bei den Weltmeisterschaften in Shanghai (21. bis 28. September) an den Start. Damit ist das Team von Bundestrainer Marc Stallberg bei den Wettkämpfen – die parallel zu den olympischen Rennen abgehalten werden – in vier von fünf Bootsklassen vertreten. Im Jahr nach den Paralympics sind Prognosen schwierig, doch gerade Kathrin Marchand und Valentin Luz haben im Mixed-Doppelzweier gute Chancen auf eine Medaille.
Eine nach-paralympische Saison hat bekanntlich ihre eigenen Gesetze: Der eine fegte über die Tanzfläche und begeisterte bei der TV-Show „Let’s dance“ ein Millionenpublikum, die andere wurde zum dritten Mal Mama und manche fokussierten sich verstärkt auf den Job oder ihr Studium. Erfolgreich sein möchte die zehnköpfige deutsche Para Schwimm-Nationalmannschaft, die vor einem Jahr in Paris für Furore sorgte, bei den anstehenden Weltmeisterschaften vom 21. bis 27. September in Singapur trotzdem. Es ist eine Reise mit bekannten Namen und großer Motivation, aber auch mit vielen Fragezeichen und entsprechend vorsichtiger Erwartungshaltung.